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Friedensmission oder Irrsinn? Rudolf Heß fliegt nach England

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Der Stellvertreter Hitlers fliegt am 10.5.1941 heimlich nach Schottland. Sein Plan: Frieden mit England. Das Unternehmen endet in Gefangenschaft und sorgt für Spott.

In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember:

  • warum Rudolf Heß ausgerechnet Schottland als Ziel auswählt,
  • mit welchem Spezialgerät seine Maschine für diesen Flug ausgestattet ist,
  • warum Heß im Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess nicht zum Tode, sondern zu lebenslanger Haft verurteilt wird,
  • wo der Hitler-Stellvertreter nach dem Zweiten Weltkrieg sein Leben verbringt,
  • warum das Grab von Heß heute nicht mehr existiert.

Im Frühjahr 1941 ist Adolf Hitler auf dem Höhepunkt seiner Macht. Fast ganz Europa ist besetzt, aber Großbritannien hält stand. Während deutsche Bomber London angreifen, startet Rudolf Heß von Augsburg aus zu einer Mission, von der niemand in der NS-Führung weiß. Allein fliegt Hitlers Stellvertreter in einer Messerschmitt-Maschine Richtung Schottland.

Heß will Hitler einen Dienst erweisen: Frieden mit Großbritannien, um freie Hand für den Krieg im Osten zu gewinnen. Doch London fällt darauf nicht herein. Heß landet in Kriegsgefangenschaft, das NS-Regime erklärt ihn für "geisteskrank". Sein Flug wird zum politischen Fiasko – und zum Schlüsselmoment für das Verständnis eines Mannes, der bis zuletzt an Hitler glaubt.

Das ist unsere wichtigste Quelle und unser Interviewpartner:

  • Manfred Görtemaker (emeritierter Geschichtsprofessor der Uni Potsdam)
  • Manfred Görtemaker: Rudolf Hess. Der Stellvertreter. München 2023

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Heiner Wember Redaktion: Sefa Inci Suvak Technik: Moritz Raestrup